Wieso Rumänien die wildesten Ökosysteme Europas beherbergt, alle Nahrungsmittel direkt an der Straße angeboten werden und Straßenschilder für Ochsenkarren nötig sind.









Rumänien ist ein aufstrebendes europäisches Land. Studentenstädte wie Sibiu bieten Kultur, Innovation und aufgeklärte Diskussionskultur. In der Region Siebenbürgen sprechen außerdem historisch große Teile der Bevölkerung Deutsch. Trotzdem bewahren sich gerade Leute auf dem Land viel kleinteilige Landwirtschaft. Jeder hat seinen eigenen Gemüsegarten und im Sommer dann auch mehr Gemüse, als nötig. Das kann am Straßenrand für wenige Lei aus Körben gekauft werden – genauso wie geräucherter Schafskäse, Pilze und viele andere landwirtschaftliche Produkte.

In den Karpaten leben viele Bären, die Wanderer mit etwas Ruhe und Geduld auch zu Gesicht bekommen. Pfefferspray ist ratsam. Die Bevölkerung hat sich mit den Bären arrangiert. Sie sind der Grund dafür, dass im südlichen Karpatenraum fast jeder große Hunde besitzt. Auf geführten Touren zum Beispiel im Stramba-Tal führen Mitglieder des Jagdverbandes Touristen an Wildbeobachtungskanzeln zur Bärenbeobachtung. Hier werden die Tiere jedoch oft angefüttert. Im Bild oben ist zum Beispiel ein Kolkrabe mit einem Keks im Schnabel zu sehen. Foto: Patrick Vetter

Die Südkarpaten sind zwar im Vergleich zu den Alpen nicht besonders hoch, dafür aber um so wilder und schroffer. Nur zwei viel befahrene Passstraßen kreuzen das Gebirge von Norden nach Süden, die Transalpina und die Transfogaras. Der Rest ist zu einem großen Teil unberührte Gebirgslandschaft und Heimat von Wisenten, Braunbären, Rothirschen und Karpatengämsen. Foto: Patrick Vetter

Europas letzte Urwälder, die seit Jahrhunderten nicht abgeholzt wurden, liegen am Fuße der Karpaten. Diese Wälder bilden ein langsam gewachsenes und perfekt abgestimmtes Ökosystem und sind auch Heimat für viele große Säugerarten. Foto: Patrick Vetter

Schilf so weit das Auge reicht: Wer ins Donaudelta, Europas größtes Schilfgebiet, reist, der bekommt, was er bestellt hat. Das Feuchtgebiet ist ein Paradies für viele Vogelarten wie Löffler, Pelikan und Eisvogel. Im Sommer sind hier auf den Sandinseln auch Blauracken und Bienenfresser zu sehen. Foto: Patrick Vetter